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Krankheit: Lernen im Ausnahmezustand?
Brustkrebs und Herzinfarkt aus interdisziplinärer Perspektive. Mit Online-Material für Fachleute
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Main description:

Wer an einer lebensbedrohlichen Krankheit leidet, dem hilft eine Fähigkeit besonders: das Lernen. Am Beispiel von Brustkrebs- und Herzinfarktpatienten zeigt ein Forscherteam in interdisziplinärer Perspektive, wie Lernprozesse im Ausnahmezustand einer lebensbedrohlichen Krankheit gelingen können. Der Band richtet sich an Psychotherapeuten, Psychiater, Ärzte sowie Lehrende und Forscher dieser Fächer und liefert Krankengeschichten in pseudonymisierter Form, die sich für weitere wissenschaftliche Analysen, aber auch für den Einsatz in der Lehre eignen.


Feature:

Lebenslanges Lernen, Gesundheitsverhalten: Fachliche Dauerthemen

Interdisziplinär: Psychologie, Medizin, Pädagogik, Ethik … interdisziplinäre Untersuchung der Lernprozesse unter dem Einfluss einer lebensbedrohlichen Erkrankung im Lebensablauf

Mit Online-Material


Back cover:

Lebenslanges Lernen im Kontext von Krankheit

Der Zusammenhang von Lernen und Krankheit ist Thema in einer Vielzahl von Fachdisziplinen: Eine lebensbedrohliche Erkrankung zwingt zum leidvollen Lernen, bietet aber auch die Chance der Persönlichkeitsentwicklung. In diesem Buch wird der Zusammenhang zwischen Krankheit und Lernen von ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus Psychologie, Medizin, Rechtswissenschaft, Theologie, Soziologie, Erziehungswissenschaft u. a. beleuchtet.

Interdisziplinärer Austausch und komparative Perspektive

Wissenschaftler haben empirisches Material aus dem DFG-Projekt „Lebenslanges Lernen im Kontext lebensbedrohlicher Erkrankungen“ erhalten und aus der Sicht ihrer jeweiligen Disziplin die Krankheits- und Lernprozesse von Brustkrebs- und Herzinfarktpatienten analysiert. Damit tragen sie zur komparativen Erschließung von zwei Volkskrankheiten bei.

Mit Online-Material für Fachleute

Datenmaterialien aus dem Buch (Krankengeschichten in pseudonymisierter Form) stehen für universitäre Lehr- und Forschungszwecke auf Anfrage unter dem Link www.Biographie-Krankheit-Lernen.de zur Verfügung.

Geschrieben für Ärzte, Psychologen, Pflegewissenschaftler, Erziehungswissenschaftler sowie für alle weiteren Berufsgruppen, die in der medizinischen Versorgung und Gesundheitsbildung tätig sind


Contents:

I Standpunkte wissenschaftlicher Disziplinen: 1 Nittel/Seltrecht, Einleitung: Vom Wert einer vergleichenden Sicht auf Krankheit.- 2 Fink/Behrens, "Fakten und Zahlen" zu Brustkrebs und Herzinfarkt.- 3 Lüngen/Passon, Gesundheitsökonomie: Die Finanzierung von Prävention und Behandlung von Herzinfarkt und Brustkrebs.- 4 Gerlinger, Disease-Management-Programme für Brustkrebs und koronare Herzkrankheit.- 5 Beuth/Baumann, Brustkrebs koronare Herzkrankheit.- 6 Banzer/Vogt/Thiel, Wirkung und Steuerung körperlicher Aktivität in der Therapie von Brustkrebs und Herzinfarkt.- 7 Meyer-Drawe, Lernen und Leiden. Eine bildungsphilosophische Reflexion.- 8 Heinritz, Zwei frühe Selbstzeugnisse von Frauen über Brustamputationen nach Krebserkrankung.- 9 Brumlik, Arge Lernprozesse – Thomas Mann über Tod, Krankheit und Bildung.- II Patientenperspektiven: 10 Seltrecht/Nittel, Phänomenologie der Krankheiten: Brustkrebs und Herzinfarkt.- 11 Keil, Krankheit als biographischer Ausnahmezustand: Der objektive Faktor Subjektivität.- 12 Nittel, Prozessuale Lerndimensionen: Instrumente zur Erschließung von Lernprozessen bei Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen.- 13 Schmitt, Metaphern für Bildungsprozesse im Kontext von Krankheitserfahrungen.- 14 Fischer, Biographie, Leib und chronische Krankheit.- 15 Dinkelaker, Formen und Ressourcen der Eigensinnigkeit: Varianten der Uneinsichtigkeit einer Herzinfarktpatientin.- 16 Schaeffer/Haslbeck, Komplexe Medikamentenregime bei chronischer Krankheit – diskutiert am Beispiel kardiologischer Erkrankungen.- 17 Alheit, „Da wurde man, auf Deutsch gesagt, so richtig in heißes Wasser geschmissen“: Der Herzinfarkt als „politisches“ Phänomen?- 18 Fingerle/Bonnes, Der Krankheitsverlauf bei einer Brustkrebspatientin aus der Perspektive der Resilienzforschung.- 19 von Kardoff/Schönberger, Krebskranke in Rehabilitation und Nachsorge: Lebensgeschichtliche Transformationsprozesse zwischen Gestaltwandel und Kontinuierung.- 20 Gröning, Der verlorene Körper: Scham und Isolierung als Grundproblem einer Brustkrebspatientin.- 21 Oswald/Himmelsbach, Entwicklung unter der Bedingung einer lebensbedrohlichen Erkrankung im Alter.- 22 Haker, Die Relevanz religiöser und ethischer Orientierungen bei der Bewältigung von Krankheit.- 23 Fuchs-Heinritz, Herr Adler wird vernünftig. Veränderungen der Lebensauffassung und des Todesbildes nach einem Herzinfarkt.- 24 Seltrecht, Vertrauen und Hoffnung: Zur Relevanz dieser Untersuchungskategorien für die Aufdeckung von Lernprozessen.- 25 Friebertshäuser/Richter, Brustkrebs als Statuspassage: Leben und Sterben als Krise und Lösung.- 26 Seltrecht, Lernen im Angesicht des Todes?- 27 Hoyer, Die Passage des Sterbens: Krebserkrankung im Spielfilm.- III Die Sicht der Professionellen: 28 Dierks, Die Patientenuniversität: Krankheit als Lerngegenstand.- 29 Jäger/Neumann, Klinische Studien und Nachwuchswissenschaftler in der Onkologie.- 30 Herrmann/Lehmann, Herzinfarkt aus Sicht der Allgemeinmedizin.- 31 Senf/Kaiser, Brustkrebs als Auslöser von psychosozialen Belastungen, Angst und Depression sowie Methoden, Effekte und Angebote psychoonkologischer Interventionen.- 32 Haubl, Lebensgeschichtliche Erfahrung und berufsbiographische Entscheidungsprozesse eines Psychoonkologen.- 33 Schäfer, Fernsehserien als Lernvorlage: Was können wir von „Dr. House“ lernen?- 34 Hoppe, Transfer erziehungswissenschaftlich generierten Wissens in die medizinische Ausbildung in Form von E-Learning-Modulen.- IV Der Blick auf die Arzt-Patient-Interaktion: 35 Brockmann, Die ärztliche Aufklärung als Rechtspflicht in der Arzt-Patient-Beziehung.- 36 Reineke/Spranz-Fogasy, Arzt-Patient-Kommunikation: Allgemeine Merkmale und Besonderheiten bei Brustkrebspatienten.- 37 Vogd, Arzt-Patient-Interaktion aus medizinsoziologischer Perspektive.- 38 Kuczyk, Der Arzt als Wissensvermittler. Eine Analyse ärztlicher Vorträge vor Brustkrebspatientinnen.- 39 Nittel/Seltrecht, Die ärztliche Vermittlung aus Patientenperspektive.- 40 Detka, Aneignungsprozesse bei Patienten aus Ärztesicht.- 41 Oevermann, „Compliance“ und die Strukturlogik des Arbeitsbündnisses zwischen Arzt und Patient.- 42 Herzberg, Die biographische Herausforderung in der Brustkrebs-Pflege: Über die Notwendigkeit, Patienten wirklich zu verstehen.- 43 Hampe, Die Förderung therapeutischer Prozesse bei Brustkrebspatienten durch Kunsttherapie.- 44 Lammer, „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir ein weises Herz gewinnen“ (Psalm 90).- 45 Seltrecht, „… das sollten Ärzte nicht machen“ – Ärztefehler und medizinische Fehler unter erziehungswissenschaftlicher Perspektive.


PRODUCT DETAILS

ISBN-13: 9783642282010
Publisher: Springer (Springer Berlin Heidelberg)
Publication date: February, 2013
Pages: 670

Subcategories: Cardiothoracic, Oncology, Psychology, Psychotherapy

MEET THE AUTHOR

Univ.-Prof. Dr. phil. habil. Dieter Nittel

Geboren 1954; seit 1999 Hochschullehrer an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Erziehungswissenschaften.

Studium der Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie in Marburg. Promotion 1988, Habilitation 1996. Redaktionsmitglied bei den Fachzeitschriften Hessische Blätter für Volksbildung und Pädagogischer Blick. Zeitschrift für Wissenschaft und Praxis in pädagogischen Berufen. Mitherausgeber der Reihe „Erwachsenenbildung und lebensbegleitendes Lernen“ beim W. Bertelsmann Verlag. Mitglied zahlreicher Organisationen (darunter der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft; DGfE), Gremien und Ausschüsse (u.a. des Beirats Weiterbildung Hessen). Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre: Erziehungswissenschaft mit Fokus auf dem Lernen Erwachsener; pädagogische Professions- und Organisationsforschung; Biographieforschung unter besonderer Berücksichtigung der Lerntheorie; qualitative Methoden (Gruppendiskussion, Ethnographie). Von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Vorhaben in den Bereichen der lebensgeschichtlichen Zeitzeugenforschung, der komparativen Berufsgruppenforschung und der qualitativen Gesundheitsforschung.


Dr. phil. Astrid Seltrecht

Geboren 1971; seit 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Fachbereich Erziehungswissenschaften.

Studium der Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie an der Freien Universität Berlin, anschließend berufliche Tätigkeit im Gesundheitswesen (Universitätsklinik und Rehabilitationsklinik), Stipendiatin des DFG-Graduiertenkollegs am Cornelia-Goethe-Centrum Frankfurt am Main (2004–2005), Promotion an der Goethe-Universität Frankfurt am Main 2006, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (2007–2009). Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), der European Society for Research on the Education of Adults (ESREA), der American Association for Adult and Continuing Education (AAACE) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre: Gesundheitspädagogik, Neue Medien (z.B. E-Health), qualitative Lern- und Bildungsforschung unter besonderer Berücksichtigung der Biographieforschung und pädagogischer Zeitdiagnosen.